| 741 |
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«Hupinauia» - erste urkundliche Erwähnung in St. Galler Klosterurkunde. |
| 744 |
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Als «Ubinauvia» - Au des Huppan oder Huphan - in anderer St. Galler
Klosterurkunde erwähnt. |
| 906 |
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erhält Abt Benno von Einsiedeln die Ufnau von der Frauenabtei Säckingen
als Lehen zur Bewirtschaftung und Nutzniessung. |
| 900-920 |
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Schreckensperiode, da Hunnenschwärme vieles verwüsten. Wahrscheinlich wird die von
Fridolin geschaffene Kirche durch solche zerstört. |
| Ab 926 |
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lebt die Schwabenherzogin Reginlinde mit ihrem Sohn Adalrich als
Leutpriester hier und stiftet die 970 erstmals urkundlich erwähnte
Pfarrkirche St. Peter und Paul, auf den Fundamenten der
abgebrochenen Martinskirche die Martinskapelle neben der Behausung für
sich. |
| 958 |
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stirbt Reginlinde und wird vom Stift in Einsiedeln beigesetzt.
Adalrich, Benediktiner von Einsiedeln geworden, wirkt
weiter als Seelsorger. |
| 23. Januar 965 |
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Kaiser Otto I. der Grosse überlässt die Ufnau, die er von Säckingen
eingetauscht hat, dem Kloster Einsiedeln (Ottonische
Schenkung). |
| 973 |
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Der hl. Adalrich stirbt auf der Ufnau.
Adalrichs Gebeine werden 1659 nach Einsiedeln überführt. |
| Im 10. Jh. |
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löst sich Stäfa von der Mutterpfarrei Ufnau, Ende des 11. Jahrhunderts
auch Altendorf. |
| 1140 |
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Bau und Einweihung der Kirche St. Peter und Paul am Standort des älteren
Kirchengebäudes und möglicherweise Erneuerung der Martinskapelle
auf den Fundamenten des Baues vom 10. Jh. |
| 1194 |
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Erwähnung eines Leutpriesters Rudolf. |
| Im 12./13. Jh. |
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trennt sich die Pfarrei Wädenswil-Richterswil von der Ufnaupfarrei. |
| 1240 |
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werden die Gebr. Heinrich und Ulrich erwähnt, die Grund und Boden auf der
Insel bebauen. |
| Im 13./14. Jh. |
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Anbau einer zweigeschossigen Sakristei nördlich an die Pfarrkirche. |
| 1308 |
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Weitere Teilung der Grosspfarrei Ufnau, weil wenige Jahre zuvor 50 Gläubige
bei der Fahrt zum Insel-Gottesdienst ertrunken sind. Alle Bewohner
der Höfe östlich vom Krebsbach, ausser die von Hurden, d.h. von Pfäffikon,
Freienbach, Bäch, Wilen, Feusisberg, Schindellegi gehören fortan
zur Pfarrei Freienbach. Sie müssen jedoch zweimal jährlich der
Eucharistiefeier auf der Insel beiwohnen, am Fest der Apostelfürsten
Peter und Paul (29. Juni) und an der Kirchweihe. |
| 1360 |
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Neuweihe des Muttergottes-Altares in der Kirche. |
| 1362 |
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Die Pfarrei Ufnau wird dem Stift Einsiedeln inkorporiert. |
| 1372 |
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Weihe eines Altares zu Ehren des hl. Adalrich, gestiftet durch Pfarrer
Johannes Schwarz. |
| 1376 |
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erhält Hombrechtikon einen eigenen Leutpriester, löst sich daher von der
Inselpfarrei. Die Gläubigen vom rechten und linken Ufer müssen nur
noch einmal jährlich, an St. Peter und Paul, die Messe auf der
Ufnau besuchen. Bloss Hurden bleibt, wohl wegen dem hölzernen Steg,
bei der Stammpfarrei. |
| 1388 |
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Die Gebeine der im Näfelserkrieg vor Rapperswil gefallenen Eidgenossen sollen
ins Beinhaus der Ufnau verbracht worden sein. Dieses befindet sich
im Erdgeschoss des doppelstöckigen Anbaus an der Nordseite des Turms
von St. Peter und Paul. Darüber liegt die Sakristei. |
| Im 15. Jh. |
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bestehen vier kleine Heimwesen auf der Insel, die gleich der Lützelau durch
Sandstein-Abbau (Schiffsfuhren nach Zürich und Rapperswil) stetig
verkleinert werden. |
| 1415 |
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legt Pfarrer Reinhard Stahler ein neues Jahrzeitenbuch an und lässt um 1430
ein Pfarrhaus erstellen. |
| 1479 |
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Die Liebfrauen-Bruderschaft wird gegründet. |
| Um 1520 |
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wirkt Ufnaupfarrer Jakob Kaiser als Anhänger von Reformator Ulrich
Zwingli. Aus Hass verkauft Kaiser den Palmesel um ein Tannenholz
nach Feusisberg, wird darum entlassen. |
| 1522 |
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ist der zweite Anhänger Zwinglis, Hans Klarer genannt «Schnegg»,
Ufnaupfarrer.
Dank Huldrych Zwinglis Beziehungen zu seiner früheren Wirkungsstätte
Einsiedeln, erhielt der verfolgte, todkranke Ulrich von Hutten Asyl
auf der Klosterinsel. Dort wurde er von Mai bis August 1523 vom
Leutpriester Hans Klarer gepflegt. Ähnlich wie Paracelsus kannte
Pfarrer Klarer Heilmethoden, die er - allerdings erfolglos - bei der
Pflege des erkrankten Ulrich von Hutten anwendete.
Hans Klarer starb um 1535 in Schwerzenbach. Er war dort Pfarrer. |
| 29. August 1523 |
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Auf der Ufnau stirbt der kranke Ritter und Humanist
Ulrich von Hutten an Syphilis und findet auf dem Inselfriedhof seine letzte Ruhe.
«Huttens letzte Tage», Dichtung von Conrad Ferdinand Meyer von 1871. |
| 1526 |
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trennt sich der rechtsufrige Teil der Pfarrei (Hombrechtikon, Feldbach,
Schirmensee, Uerikon) vollständig vom alten Glauben und der
Inselmutterkirche. |
| 1546 |
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stirbt Bartholomäus Hüsser, der letzte weltliche Inselpfarrer. |
| 1552-53 |
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P. Wolfgang Kalchofner ist Pfarrer auf der Ufnau. |
| 1555-58 |
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versieht P. Johann Jakob Brunner (Fontanus) die Parrkirche. |
| 1560 |
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Bau des Häuschens auf dem Arnstein. |
| Ab 1564 |
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ist der jeweilige Stiftsstatthalter in Pfäffikon auch der Ufnau-Pfarrer. |
| 1567 |
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kauft Abt Joachim Eichhorn die Insel mit Haus, Hof, Reben, Matten und Steinbrüchen für 1761½ Gulden
zurück. |
| 1568 |
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Die Martinskapelle wird innen und aussen restauriert. |
| 1596 |
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Im Kirchturm hängen zwei neue Glocken. |
| 1613 |
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Ältester erhaltener Pachtvertrag. |
| 1630 |
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Der Turmaufbau mit Käsbissen wird der St. Peter und Paulskirche hinzu
gefügt. |
| 1656 |
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Während des ersten Villmergenkriegs richten die Zürcher auf der Insel
beträchtlichen Schaden an. |
| 1659 |
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Feierliche Erhebung der Gebeine des hl. Adalrich. |
| 1663 |
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Errichtung eines barocken Sarkophages für die Gebeine des hl. Adalrich im Chor
von St. Peter und Paul. |
| 1672 |
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wird Hurden nach Freienbach eingepfarrt. Ende der Pfarrei Ufnau. |
| 1674 |
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Letztes Begräbnis auf dem Inselfriedhof. |
| 1676 |
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Erweiterung der Kirche um zwei kleine barocke Querschiffe. |
| 1681 |
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Das Pächterhaus (das heutige Gasthaus «Zu den zwei Raben») wird gebaut. |
| Von 1684 |
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an betreut ein vom Stiftsstatthalter beauftragter Werkmann anstelle von
Pächtern die Insel. |
| 1712 |
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Während des zweiten Villmergenkriegs überfallen die Zürcher die Insel,
zerstören in beiden Kirchen die Altäre und stehlen die Glocken von
St. Peter und Paul. Lange Zeit findet kein Gottesdienst mehr statt,
auch die alljährliche Fahrt der Pfarrei Freienbach unterbleibt. |
| 1736 |
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lässt Abt Niklaus Imfeld die Peter und Paulskirche wieder herstellen und
bei Peter Ludwig Kaiser in Zug zwei neue Glocken giessen. |
| 1790 |
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wird die Martinskapelle durch Abt Beat Küttel wieder hergestellt. |
| 1798 |
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Französische Revolutionstruppen schänden die Kirchen erneut.
Nach der franz. Revolution kommt die Ufnau zum neuen Kanton Linth. |
| 1801 |
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entschliessen sich die helvetischen Behörden, um Schulden tilgen zu können, zum
Verkauf der Insel, die in zweiter Versteigerung um Fr. 15000.- an
Karl Ludwig Curti in Rapperswil kommt. |
| 11. März 1805 |
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Das Kloster kauft die Insel erneut zurück. |
| 1809 |
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Die Kirchen werden notdürftig wieder hergestellt. |
| 1811 |
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kann Abt Konrad Tanner in der Kirche drei Altäre weihen. |
| 1831 |
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werden erstmals Gäste vom «Werkmann» aufgenommen. |
| 1843 |
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Der Zürcher Gelehrte und Altertumsforscher Ferdinand Keller
veröffentlicht eine erste grundlegende Monographie über die Insel. |
| 1857 |
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legt das erste Dampfschiff am Nordufer an. |
| 1858 |
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Wiederherstellung der Martinskapelle. |
| 1859/81 |
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Drei Gräberfunde bei der St. Martinskapelle und an der nördlichen
Inselspitze stammen aus der Zeit der Alemannen. |
| 1859 |
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Die St. Martinskapelle wird nach der Wiederherstellung neu geweiht. |
| 1865/66 |
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Innen- und Aussenrenovation des um 1681 erstellten Pächterhauses. |
| 1869 |
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erhält die St. Martinskapelle einen Dachreiter mit Glocke. |
| Ab 1870 |
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darf der Werkmann eine Wirtschaft führen. |
| 1871 |
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Die Dichtung «Huttens letzte Tage» von Conrad Ferdinand
Meyer macht die Insel literarisch bekannt. |
| 1872 |
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Der Schiffssteg auf der Südseite der Insel wird bewilligt. Nach dessen
Zerstörung durch einen Sturm wurde der steinerne Landungssteg auf
der Nordseite erstellt. |
| 1880 |
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Die Reben werden ausgerissen. |
| 1881 |
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Bau eines Dampfschiff-Landesteges an der Nordseite der Insel,
1897 durch eine Natursteinmole ersetzt. |
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| Fortsetzung |
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von 1900 bis Heute |